
Bis zum letzten Ukrainer? Die Russland-Falken der NATO-Staaten wollen auch 2026 nicht davon ablassen, dass der Krieg in Osteuropa unbedingt weitergehen soll. Linke und die, die sich als solche sehen, die für Waffenlieferungen an die Ostfront demonstrieren, erledigen dabei das Geschäft des deutschen Imperialismus mit. Wohin es führt, die linke Flanke des selbsternannten Wertewestens zu stellen, ließ sich vergangenes Jahr neuerlich prima an Bundestagsvizepräsident Bodo »Genosse der Bosse« Ramelow (PdL) erkennen: Der stellte via »X« enttäuscht fest, dass »256.000 junge Männer aus der Ukraine, im Wehrfähigen (sic!) Alter« derzeit in Deutschland seien – und folglich nicht für die westlich-zivilisierte Klassengesellschaft verheizt werden können.
Das sozialpartnerschaftliche Begehr, mit dem sogenannten Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität gleichzeitig Militarisierung und Ziviles zu finanzieren, geht gleich doppelt fehl: Denn das Geld, das in Bundeswehr und Rüstungskonzerne gesteckt wird, fehlt automatisch und merklich im Gesundheitssystem, in der Bildung, im Straßenbau, ÖPNV und (Sozial-)Wohnungsbau; und selbst wenn beides gleichzeitig finanzierbar wäre, würde Deutschland weiter aufgerüstet und damit der nächste verheerende Krieg vorbereitet.
Als DKP stellen wir fest, dass das »Sondervermögen« nichts anderes ist als Kriegskredite. Mitte Februar haben wir zusammen mit Genossinnen und Genossen aus anderen sächsischen Städten sowie aus Halle in Leipzig die Frage nach außen getragen, die sich derzeit viele stellen: »Wo bleiben die Milliarden?« Bundesweit werden die Kommunistinnen und Kommunisten, gemeinsam mit der Arbeiter- und Friedensbewegung, skandalisieren, wo überall das Geld bitter nötig ist, das in den Militarismus geballert wird. Auch in Leipzig werden weitere Aktionen folgen. Wenn du mitmachen willst, schreib uns eine Mail!
Aktionen
👉Am 5. März wird wieder gegen die Wehrpflicht gestreikt. Von 10 bis 13 Uhr findet auf dem Augustusplatz eine Kundgebung statt. Dort startet dann ab 17 Uhr eine Demonstration. Genaueres erfahrt ihr bei der SDAJ Leipzig bzw. dem Leipziger Bündnis auf Instagram.
Hören & Sehen
👉Die Referate und Podiumsgespräche der diesjährigen »Rosa-Luxemburg-Konferenz« der Tageszeitung »junge Welt« sind nun auf deren Youtube-Kanal abrufbar. Wir empfehlen vor allem das Jugendpodium und die abschließende Runde unter dem Titel »Was tun gegen Aufrüstung, Militarisierung und Kriegsgefahr«, an der unsere Genossin Tatjana Sambale teilgenommen hat.
Lesen
👉Die Ergebnisse der Tarifrunde der Länder lassen für die Beschäftigten zu wünschen übrig. Der Genosse Jan von Hagen hat den Arbeitskampf für die »UZ« bilanziert: »Ich merke nichts von einem Schnaps obendrauf«.
👉Auf der vierten Tagung des DKP-Parteivorstands referierte Patrik Köbele zur Analyse des Imperialismus und der begrifflichen Schärfung aus marxistisch-leninistischer Sicht. Die »jW« hat das Referat in gekürzter Form dokumentiert. In Gänze findet sich das Referat hier, und ist im UZ-Shop als Broschüre bestellbar.











