In einer Zeit politischer Zuspitzung häufen sich die Meldungen über Berufsverbote. Wir kommen mit zwei Betroffenen ins Gespräch und beleuchten dabei sowohl ihre Einzelfälle als auch deren Hintergründe, die in der Geschichte der BRD keineswegs neu sind. Anschließend ist Zeit für Diskussion und regen Austausch.
Kommt am Freitag, 11.09., um 17 Uhr, zur GEW-Geschäftsstelle in der Nonnenstraße 58.
Für Snacks und Getränke ist gesorgt.
Eine Veranstaltung der GEW Sachsen und der AG Friedenspolitik und Friedenserziehung der GEW in Leipzig.
Der große Krieg wird in aller Öffentlichkeit vorbereitet
Verteidigungsminister Pistorius erklärte bereits 2023, Deutschland müsse wieder »kriegstüchtig« werden. Seitdem wird die Aufrüstung immer schneller vorangetrieben. Begründet wird sie vor allem mit der Bedrohung durch Russland. Eine Greenpeace-Studie zeigt jedoch, dass die europäischen NATO-Staaten Russland auch ohne die USA in wesentlichen militärischen Bereichen überlegen sind. Trotzdem sollen immer größere Summen in Rüstung fließen. Das erhöht die Gefahr einer weiteren Eskalation und eines großen Krieges.
Den Preis für Rüstung zahlen wir
Die Bundesregierung plündert unsere Staatskasse für den Kauf von Waffen, um den Mächtigen im Westen und der Rüstungsindustrie riesige Profi te zu ermöglichen. Dieses Geld fehlt für bezahlbares Wohnen, Gesundheit, Bildung, soziale Sicherheit, Kultur, Sport und eine funktionierende öff entliche Infrastruktur. Schon jetzt sind viele dieser Bereiche unterfinanziert. Wir sind Zeugen immer neuer sozialer Grausamkeiten in unserem Land.
Für uns bringt die Aufrüstung keine größere Sicherheit. Ein Krieg gegen Russland, China oder einen anderen Staat hätte im Atomzeitalter verheerende Folgen. Es gäbe nichts zu gewinnen, aber alles zu verlieren. Auch der Krieg in Gaza zeigt, wie schnell Menschenrechte und Völkerrecht an Bedeutung verlieren, wenn sie den Interessen der Mächtigen im Weg stehen. Am Krieg verdienen die Reichen, die Armen liefern die Leichen.
Frieden braucht Gegenmacht
Viele Menschen ziehen sich ins Private zurück und hoff en, von den Folgen dieser Entwicklung verschont zu bleiben. Doch Wegschauen verändert nichts. Wir müssen mehr werden und gemeinsam Druck machen für Frieden, Abrüstung, Diplomatie und soziale Gerechtigkeit. Die Produktion von Waffen ist nicht alternativlos. Es muss und kann für ein Leben in Frieden produziert werden. Das Land der Kanonen hat keine Zukunft.
Kommt am 1. September um 17 Uhr zum Willy-Brandt-Platz zu Kundgebung und Demonstration. Bringt Freunde und Familie gleich mit!
Es wird gern mit Superlativen um sich geworfen und leidenschaftlich zugespitzt, sodass man die Woche drauf gar nicht weiß, wie das noch zu toppen geht. An dem rhetorischen Überbietungswettbwerb nimmt die DKP nicht teil, wenn sie nunmehr vom Generalangriff auf die sozialen und demokratischen Rechte der übergroßen Mehrheit der Menschen in Deutschland spricht. Der Begriff »Generalangriff« ist in Zeiten des reaktionär-militaristischen Staatsumbaus, samt Verjubeln der Rente zur Profitmaximierung an der Börse und »Geheimdienstreform«, wohl durchdacht gewählt. Denn, wie Ralf Hohmann und Manfred Sohn im Vorwort ihrer Streitschrift »Umbau« schreiben: »Der richtige Begriff kann (…) Leben retten, viele Leben. Also bemühen wir uns mit der ganzen Kraft unseres kollektiven Hirns, das wir ›Partei‹ nennen, um den richtigen Begriff.« Diese Partei, die DKP, stemmt sich mit allem, was es aufbieten kann, gegen diesen Generalangriff. Damit sich Arbeiterbewegung und Friedenskräfte austauschen können, und um ein starkes Zeichen der internationalen Solidarität zu senden, finden in Berlin erneut die UZ-Friedenstage statt. Vom 28. bis 30. August wird in Berlin, am Franz-Mehring-Platz, diskutiert und musiziert. Wenn du dich uns anschließen willst, kontaktiere uns gern!
Aktionen
👉Heraus zum Weltfriedenstag 2026! Auch in diesem Jahr wird das Bündnis »Leipzig gegen Krieg« am 1. September eine Demonstration gegen den Krieg organisieren. Los geht’s am Dienstag, 1.9., 17 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof.
👉Unter dem Titel »Rückkehr der Berufsverbote« organisieren die GEW Sachsen bzw. die AG Frieden in der GEW Leipzig eine Veranstaltung mit Erfahrungsbericht eines vom politischen Berufsverbot betroffenen hessischen Kollegen und Genossen und anschließender Diskussion. Dass Berufsverbote kein Ding von gestern ist, durften wir zuletzt auch in Leipzig erfahren. Die Veranstaltung findet am 11.09.2026, ab 17 Uhr in der GEW-Landesgeschäftsstelle (Nonnenstraße 58, 04299 Leipzig) statt.
👉Am 25. September streiken erneut bundesweit Schülerinnen und Schüler gegen die Wehrpflicht. Wir halten euch auf dem Laufenden!
👉Tags drauf, am 26. September, ruft der DGB zu Sozialprotest-Kundgebungen auf. Um dem Generalangriff des Kapitals etwas entgegen zu setzen, und die soziale mit der Friedensfrage zu verknüpfen, heißt es an diesem Tag: Raus auf die Straße, gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen! Auch darüber werden wir euch informieren, sobald Näheres feststeht!
Hören & Sehen
👉Ende vergangenen Jahres referierte ein Dresdner Genosse bei der Kommunistischen Organisation (KO) über den Charakter der Russischen Föderation und der damit verknüpften Frage, ob Russland nach der Konterrevolution in der Sowjetunion im Leninschen Sinne imperialistisch geworden ist oder nicht. Den sehr hörenswerten Vortrag findet man u. a. auf dem Youtube-Kanal der KO.
Lesen
👉Die bereits erwähnte »Streitschrift gegen den reaktionär-militaristischen Staats- und Gesellschaftsumbau – für eine Wende zum demokratischen Fortschritt und zum Sozialismus« der beiden Genossen Hohmann und Sohn gibt es ganz frisch im UZ-Shop. Darüber hinaus wird das Büchlein auch auf den UZ-Friedenstagen vorgestellt: Am Sonnabend vormittag, 10 Uhr, im Literaturzelt.
Am 20. Juli dieses Jahres präsentierte der US-amerikanische Außenminister sein 100 Seiten langes, als »Report« fehletikettiertes Märchenbuch »Cuba – The Capital of 21st Century Communism«. Mark Pocan, beileibe kein Genosse, sondern Kongressabgeordneter für die Demokratische Partei, der jüngst Kuba besuchte, nannte das Pamphlet »das Dümmste«, was er je gelesen habe. Das US-amerikanische Nachrichtenportal »Belly of the Beast« – eine seltene, kubasolidarische Stimme im Herzen der Bestie – gab in ihrem Newsletter an, was Rubio und Co. als »Leitfaden« für ihren antikommunistischen Mumpitz herhielt: Die McCarthy-Ära und die damit verbundene paranoide Hatz gegen Kommunistinnen und Gewerkschafter in den USA zu Beginn des ersten Kalten Krieges. Für die UZ schrieb Volker Hermsdorf unter dem Titel »Wehrhafte Revolution«: »Während im Pentagon Pläne über Militärschläge geprüft werden und EU-Regierungen dazu schweigen oder sie gar unterstützen, wächst auch die internationale Solidarität mit Kubas Volk.« Zu dieser Solidarität trägt auch die DKP ihr Scherflein bei: Am 25. Juli – einen Tag vorgezogen – feierten wir in Leipzig auch dieses Jahr die »Fiesta Moncada«. Zahlreiche Runden zu Kuba und zur internationalen Solidarität erwarten euch auch auf den UZ-Friedenstagen vom 28. bis 30. August in Berlin. Ihr wollt hinfahren, aber nicht alleine? Dann schreibt uns gern eine Mail! Ihr wollt für Kuba und die Genossinnen und Genossen vom Partido Comunista de Cuba (PCC) spenden? Die DKP sammelt auch über das veranschlagte Spendenziel hinaus: Unter diesem Link bekommt ihr alle nötigen Informationen!
Aktionen
👉»Wo bleiben die Milliarden?« Das fragen sich aktuell viele hierzulande. Denn das »Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität« hieße besser und ehrlicher »Kriegskredite«. Gegen den Investitionsstau im öffentlichen Leben, in den Schulen und Krankenhäusern wird damit nichts getan. Stattdessen wird in die »Kriegstauglichkeit« investiert. Das wollen wir mit kleinen Aktionen überall in Leipzig skandalisieren. Du willst mitmachen? Nimm gern Kontakt mit uns auf!
👉Vom 28. bis 30. August finden im ND-Haus, am Franz-Mehring-Platz in Berlin, erneut die UZ-Friedenstage statt. Zum Programm gehören Manifestationen für Kuba und gegen den Krieg, Podiumsdiskussionen zum Generalangriff auf unsere demokratischen und sozialen Rechte, Runden zum reaktionär-militaristischen Staatsumbau, Konzerte, Lesungen, und und und. Wir fahren hin – du auch?
👉Unter dem Titel »Widerstand ist Liebe« haben Johanna Rothe und Jara Nasser Geschichten aus der Palästina-Bewegung zusammengetragen und jüngst als Buch herausgebracht. Am Freitag abend, 28. August, wird der Sammelband im Literaturzelt auf den UZ-Friedenstagen vorgestellt werden.
Kommt auch dieses Jahr zur Fiesta Moncada! In Anbetracht der mörderischen Blockade des US-Imperialismus und offener Kriegsdrohungen aus Washington, ist internationale Solidarität für das sozialistische Kuba nötiger denn je!
Was euch erwartet:
👉Podium über die Lage vor Ort, Kuba-Brigaden und praktische Solidaritätsarbeit mit SDAJ, Cuba Sí, FG BRD-Kuba und DKP
👉Grußwort der Gewerkschafter:innen für Kuba
👉Live-Musik
👉Spiele für Groß und Klein
👉Cocktails, Leckeres vom Grill, antiquarische Bücher – alle Spenden gehen nach Kuba!
Für die »junge Welt« kommentierte Nico Popp den Potsdamer Parteitag der Partei »Die Linke«: »Die ›neue‹, größere und verjüngte Linkspartei ist auf eigentümliche Weise die alte. Dass ein Mitglied des alten und neuen Parteivorstandes die Vorstellung des Nahost-Kompromissantrages am Freitag nutzte, um mit grotesken Denunziationen den eigenen Hass auf die KPD und die DDR ins Schaufenster zu stellen, ist nicht nur eine persönliche Visitenkarte.« Auch wenn den es ehrlich meinenden linken, antiimperialistischen und antimilitaristischen Kräften innerhalb der sozialdemokratischen PdL zu wünschen ist, dass sie sich gegen jene durchsetzt, die nur noch auf Regierungsposten geiern – der Parteitag zeigt neuerlich, wie einfach es ist, Klassenkampfparolen abzuspulen, während man sich munter in den bürgerlichen Politbetrieb integriert. Bestes Beispiel, wie »Linke« in vorauseilendem Gehorsam das Geschäft der hiesigen Kriegstreiber und Revisionisten erledigen, zeigt Berlin: Dort brachte die Fraktion der Grünen Ende Mai den Antrag »Sowjetische Ehrenmale in Berlin geschichtlich einordnen und vor politischer Instrumentalisierung schützen« im Landesparlament ein. Die Linksfraktion signalisierte laut »Welt am Sonntag« ihre Unterstützung für den Antrag, und wollte das erst anderthalb Wochen später, im Interview mit der »jW«, als Missverständnis und Fehler der Springerpresse korrigiert wissen. Arnold Schölzel schrieb dazu in der UZ: »Alles nicht wahr«. Wahr jedenfalls ist, dass die Denkmäler, die an unsere Befreierinnen und Befreier erinnern, verteidigt werden müssen, statt von bürgerlichen Ideologen »eingeordnet«. Denn Letzteres ist Teil der Mobilmachung an der Heimatfront in Zeiten des reaktionär-militaristischen Staatsumbaus in Deutschland.
Aktionen
👉Am Sonnabend, 27. Juni 2026, veranstaltet die Marx-Engels-Stiftung gemeinsam mit der Leipziger Regionalgruppe des RotFuchs die Konferenz »Parlamentarische Demokratie & Friedensfrage«. Ort wird die Villa Davignon (Friedrich-Ebert-Str. 77, 04109 Leipzig) sein. Beginn ist 10.00 Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt 5 €, ermäßigt 2 €. Informationen zu Ablauf, Inhalten und Vortragenden findet ihr hier.
👉Kuba war für die Welt da: Es unterstützte antikoloniale Befreiungskämpfe in Afrika, schickte Lehrerinnen und medizinisches Personal dorthin, wo sich der Westen einen Dreck über die Verdammten dieser Erde schert; selbst nach Italien wurden inmitten der Corona-Pandemie Ärzte entsendet, um das kaputte Gesundheitssystem vor dem Kollaps zu wahren. Nun braucht Kuba unsere Solidarität: Die Blockade des US-Imperialismus erdrosselt das kleine sozialistische Land. Wir vergessen Kuba nicht! Aus diesem Grund veranstalten wir auch in diesem Jahr wieder eine Fiesta Moncada am Wochenende vom 25. und 26. Juli. Die genaue Zeit, den Ort und das Programm erfahrt ihr von uns rechtzeitig. ¡Viva Cuba socialista!
Hören & Sehen
👉Keineswegs die Zeitschrift, die wir rundheraus empfehlen. Aber auch im Autorenstamm der »Konkret« gibt es kluge Leute mit stabiler Haltung. Einer davon: Ingar Solty. Im Podcast des Magazins spricht er darüber, dass die Kriegsindustrie kein Mittel gegen die kapitalistische Wirtschaftskrise ist: »Rüstungsindustrie als falsche Krisenreaktion«.
Lesen
👉Die Eulenspiegel-Verlagsgruppe hat Walter Ulbrichts Festansprache zum 20. Jahrestag der Gründung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands am 21. April 1966 als Buch verlegt: »Der Weg zum künftigen Vaterland der Deutschen«. Wer sich vor dem Buchkauf über Inhalt und Kontext der Rede informieren möchte: Unter der Überschrift »Ein offener Weg«, schrieb darüber Herausgeber Jens Mehrle in der »jW«.
Am 22. Juni 2026 jährt sich der Überfall des faschistischen Deutschlands auf die Sowjetunion zum 85. Mal. Zu diesem Anlass veranstaltet die DKP Leipzig einen Filmnachmittag. Wir laden herzlich zur Vorführung des Films »Komm und sieh« ein.
Der eindrucksvolle, teilweise auch umstrittene sowjetische Antikriegsfilm aus dem Jahr 1985 zeigt in sehr bedrückenden Bildern die Schrecken der deutschen Besatzung Weißrusslands aus der Perspektive eines Jugendlichen, der sich 1943 dem Partisanenkampf anschließt.
Inhaltshinweis: Einige Gewaltszenen des Films sind sehr explizit.
📅 21. Juni 2026
🕑 14:00 Uhr
📍 Café Rosa (Merseburger Str. 103, 04177 Leipzig)
Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch und Gespräch.
Der Eintritt ist frei, Spenden erwünscht. Essen und Getränke können im Café erworben werden.
Der Sommer steht vor der Tür, und mit ihm die Weltmeisterschaft im Herrenfußball. Die einen freut’s, die anderen haben jetzt schon die Schnauze voll vom Buhei. Ob nun mit oder ohne Ball: Für die meisten heißt es auch diesen Sommer, jeden Euro dreimal zu wenden, ehe man sich mit den Kindern oder Enkeln zur Eisdiele aufmacht. Ganz zu schweigen von einem Zoobesuch. Wer auf den Fanmeilen beim Gruppengucken nicht Durst und Hunger leiden will, muss tief in die Tasche greifen. Das zeigten schon die horrenden Preise für Bier und Bratwurst auf dem Markt im Rahmen eines Endspiels im Europapokal. Nachdem die Preise der Leipziger Hallenbäder vergangenes Jahr erhöht wurden – und dadurch, dass Ferien oder gar Reisen für viele in Zeiten explodierender Lebensmittel- und Spritpreise unerschwinglich geworden sind – freuen sich die eine oder der andere, wenigstens noch umsonst in einen See hüpfen zu dürfen. Vorwärts ins kühle Nass – und nicht vergessen: Die Solidarität! Die hat die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) bei ihren regionalen Pfingstcamps gegen die Wehrpflicht auch nicht vergessen, ganz im Gegenteil. Wir waren mit einem Infostand im Cottbuser Strombad vertreten und waren – ganz ohne die Journalismus simulierende Tiefenrecherche mancher bürgerlicher Medien zu den Schulstreiks – beeindruckt, was die jungen Kommunistinnen und Kommunisten da auf die Beine gestellt haben. Vom 28. bis 30. August veranstaltet die DKP in Berlin wieder die UZ-Friedenstage am Franz-Mehring-Platz. Wer uns im Vorfeld unterstützen will, kann im UZ-Shop oder bei uns in Leipzig einen schmucken Soli-Pin erwerben. Ihr wollt mit uns Ende August nach Berlin fahren? Dann schreibt uns eine Mail!
Aktionen
👉Am 22. Juni 2026 jährt sich der Überfall des faschistischen Deutschlands auf die Sowjetunion zum 85. Mal. Zu diesem Anlass veranstalten wir einen Filmnachmittag am Sonntag, 21. Juni, ab 14 Uhr im Lindenauer Café Rosa. Wir zeigen und sprechen über den sowjetischen Antikriegsfilm »Komm und sieh« (alternativer deutscher Titel: »Geh und sieh«). Näheres erfahrt Ihr in Kürze!
👉Am Sonnabend, 27. Juni 2026, veranstaltet die Marx-Engels-Stiftung gemeinsam mit der Leipziger Regionalgruppe des RotFuchs die Konferenz »Parlamentarische Demokratie & Friedensfrage«. Ort wird die Villa Davignon (Friedrich-Ebert-Str. 77, 04109 Leipzig) sein. Beginn ist 10.00 Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt 5 €, ermäßigt 2 €. Informationen zu Ablauf, Inhalten und Vortragenden findet ihr hier.
Hören & Sehen
👉»junge Welt«-Autorin Günseli Yilmaz hat mit dem Schweizer Radiosender »LoRa« die Reihe »Zehn Gespräche über Marxismus« aufgenommen. Das Format ist vor allem für jene interessant, die sich aus der feministischen und/oder Queer-Theorie herkommend näher mit dem Marxismus-Leninismus beschäftigen wollen – und umgekehrt. Alle Folgen gibt es abofrei und kostenlos auf dem Soundcloud-Auftritt des Senders.
Lesen
👉Nicht nur für jene, die die Titelverteidigung der Loksche oder den Klassenerhalt von Chemie feiern: »Matchplan Meuterei« von Raphael Molter und Laura Schauland bietet eine kompakte Lektüre zur Geschichte des Fußballs aus der Klassenperspektive und zeigt aktuelle Potenziale des antikapitalistischen Widerstands. Eine Besprechung des Buches ist unter diesem Link nachlesbar. Die Sommerlektüre gibt es u. a. im UZ-Shop.
Antworten Sie ehrlich: Sind Sie Teil des »Klassenstaates«? Eine Frage, bei der Elitesozialpartner Schnappatmung kriegen, ebenso wie bei Solidaritätsbekundungen, die darauf hinweisen, dass auch Menschen in Gaza ein Recht darauf haben, nicht willkürlich umgebracht zu werden. Auf einen Kniefall vor der bundesdeutschen Staatsräson verweist die Anweisung für Ordnerinnen und Ordner des DGB in Leipzig für den 1. Mai. Mehrere linke Medien, darunter die »junge Welt«, haben darüber berichtet. Internationalistische und klassenkämpferische Organisationen wurden dabei in einen mit »Autoritäre / Antisemitische Linke« etikettierten Topf geworfen, SDAJ und DKP als »problematisch«, andere Gruppen als »höchstproblematisch« zu Schmuddelkindern erklärt, um sie so ans Ende der Mai-Demo des DGB oder gleich gänzlich aus ihr heraus zu komplementieren. Der daraufhin anbrandende Protest zeigte Wirkung: Die Anweisung wurde vom DGB zurückgenommen. Über die Entwicklungen dazu stand unser Gruppenvorsitzender Martin Zielke der UZ Rede und Antwort: »Den Gegner oben suchen«.
Auch unsere Genossinnen und Genossen in Dresden dürfen sich mit geballtem Antikommunismus herumschlagen: Die Partei »Die Linke« schickt sich zur »Schärfung ihres Profils« (O-Ton) an – offensichtlich als Partei »Die Linken« – und warf alle andere Parteien von ihrem Mai-Fest, darunter auch die DKP. Mit herzlichen Dank und Hinweis auf Phantomschmerz im Sozialdemokratenherzen nach »jahrelanger Duldung« der Kommunistinnen und Kommunisten, sollen sich Letztere nun verfatzen.
Trotz alledem gehen wir als klassenkämpferische Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, als konsequente Antikapitalistinnen und Antikapitalisten gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen auf die Straße: Heraus zum 1. Mai 2026!
Aktionen
👉Am 25. April findet der alljährliche Tag der Begegnung in Torgau statt: Die Auftaktkundgebung zur Demo beginnt um 11.30 Uhr am Brückenkopf. Wir sehen uns dort!
👉Die alljährliche Gewerkschaftsdemo zum Tag der Arbeiterklasse beginnt wieder um 10 Uhr am Leipziger Volkshaus. Danach sind wir auf dem Markt mit einem Infostand vertreten. Reiht euch ein, kommt vorbei!
👉Am 81. Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus hat das bundesweite Jugendbündnis »Nein zur Wehrpflicht« zum 8. Mai erneut zum Schulstreik aufgerufen. Informationen erhaltet ihr auf der Instagramseite des lokalen Bündnisses.
👉Lange vergriffen, ist zum 30jährigen Jubiläum des Bands vergangenes Jahr »Kommunisten heute« von Hans Heinz Holz, mit einem Vorwort von Dietmar Dath, neu verlegt worden. Wir empfehlen das Buch wärmstens und verweisen auf den UZ-Shop.
Eingerichtet als Frontstaat gegen den Realsozialismus, sticht die Bundesrepublik seit eh und je als die bürgerliche Demokratie in Westeuropa heraus, in der Kommunistinnen und Kommunisten besondern gern gefressen werden: Vor 70 Jahren wurde die KPD verboten – wie fünf Jahre zuvor deren Jugendverband FDJ – weil sich beide Organisationen zu vehement gegen die Remilitarisierung mobilisierten. 1972 folgte unter einer »sozialliberalen« SPD-FDP-Regierung der sogenannte Radikalenerlass. Eine Welle der Berufsverbote wurde losgetreten, die nie abgeebbt ist. Ein Beispiel ist der hessische Lehrer und Kommunist Luca S., dem unter fadenscheinigen Begründungen ein Berufsverbot auferlegt wurde. Der damalige Solidaritätsbeschluss der GEW Hessen ordnet den Fall von Klassenjustiz stimmig ein und mit ihm positionieren sich die Kolleginnen und Kollegen auf der richtigen Seite der Geschichte, an der Seite von Luca.
Nun trifft es einen Leipziger Genossen: Wie ihm das hiesige Ordnungsamt Mitte März mitteilte, soll ihm die Zuverlässigkeit im Sicherheitsgewerbe aberkannt werden. Grund für das faktische Berufsverbot: Seine Parteimitgliedschaft. »Es ist grotesk, einem organisierten Antifaschisten und Antikapitalisten abzusprechen, dass er Geflüchtete und Wohnungslose beschützen kann«, so der Genosse gegenüber der UZ. Vincent Cziesla hat für die Wochenzeitung der DKP den Fall zusammengefasst und eingeordnet: »Schwert gegen Feder«.
Demokratie- und Sozialabbau, sowie Kriegshetze und Mobilmachung gehen hierzulande ungemindert weiter. Unser Widerstand dagegen – allen Einschüchterungsversuchen zum Trotz – auch! Deshalb: Heraus zu den Ostermärschen 2026!
Aktionen
👉Der diesjährige Ostermarsch, wieder organisiert vom Bündnis »Leipzig gegen Krieg«, beginnt am Ostersamstag, 04.04.2026, um 15 Uhr auf dem Kleinen Wilhelm-Leuschner-Platz statt.
👉Am 25. April findet der alljährliche Tag der Begegnung in Torgau statt: Die Auftaktkundgebung zur Demo beginnt um 11.30 Uhr am Brückenkopf. Wenn ihr mit uns von Leipzig per Bahn nach Torgau fahren wollt, kontaktiert uns gern per Mail!
Hören & Sehen
👉Im Vorfeld der Gründung des neuen Jugendverbands der AfD in Gießen Ende vergangenen Jahres hatte die dortige DKP-Gruppe Jürgen Lloyd (Vorstandsmitglied der Marx-Engels-Stiftung) eingeladen. Er referierte zum Thema »Warum ist die AfD so gefährlich?« Referat und Diskussion sind auf Youtube abrufbar und hiermit allen empfohlen, die sich mit marxistischem Handwerkszeug mit dem Charakter der blauen Kapitalverweser beschäftigen.
Lesen
👉Vom 27. Februar bis 1. März fanden in Leipzig die »Arbeitersporttage« statt. Für alle, die nicht dabei sein konnten, hat Michael Gellrich einen sehr lesenswerten Bericht für die UZ geschrieben. Falls ihr euch wundert, warum ihr den Text nicht in Gänze lesen könnt: Dann fehlt euch noch ein (Online-)Abonnement der UZ! Zehn gute Gründe, die UZ zu lesen und zu abonnieren, findet ihr unter diesem Link!