
Wer hat, der kann. Friedrich Merz hat viel und mit seinem Union-SPD-Kabinett hat er seit Mai vergangenen Jahres für die Lohnabhängigen Schreckliches getan. Was er noch schleifen will: Das eh schon unter Beschuss genommene Arbeitszeitgesetz. Denn der Achtstundentag stört das Monopolkapital und seine Staatsverweser, seit ihn sich die Arbeiterbewegung erkämpft hat. In der Kriegswirtschaft stören Arbeitsrechte umso mehr. Derweil wird, was in der Ruine Sozialstaat nicht niet- und nagelfest ist, der Rüstung und damit den Großaktionären von Rheinmetall und Co. in den Rachen geworfen. Von »Wirtschaftswunder« keine Spur – stattdessen droht der Arbeiterklasse ein massenhafter Stellenabbau bei der Umstellung von ziviler, auf militärische Produktion. Das beste Beispiel kommt aus Sachsen: Ein Waggonbauunternehmen in Görlitz wurde von einem französischen Rüstungskonzern übernommen. Im Zuge dessen wurden hunderte Stellen gestrichen. Das Sinken von Wohlstand und Lebensqualität bekommen die Massen längst zu spüren: Es braucht einen etwas schärferen Winter als in den letzten Jahren, und schon kollabiert die kaputtgesparte Deutsche Bahn landesweit. Während die einen überlegen, wie sie das Wetter Putin und irgendwelchen durchgeknallten Vulkaniern in die Schuhe schieben können, bekommt die bürgerliche Presse – von Springer bis »LVZ» – nicht genug davon, auf palästinasolidarische Aktivistinnen und Aktivisten einzudreschen. Neueste Hexenjagd: Eine Verbeamtete, die bei der sächsischen Landesdirektion arbeitet, soll für Handala aktiv sein. Skandal! Wäre sie doch nur ein Waffen hortender Faschist bei Bundeswehr und Polizei – dann wäre die Welt in Ordnung und die Bundesrepublik im Normalzustand.
Aktionen
👉Im Rahmen der Tarifrunde der Länder gingen bereits tausende Kolleginnen und Kollegen auf die Straße. Am Mittwoch streikten auch in Leipzig die Lehrerinnen und Lehrer. Für den Donnerstag (29.01.26) ruft die GEW erneut zu Streik und Demonstration auf: Für Leipzig geht’s um 10 Uhr auf dem Richard-Wagner-Platz los. Unterstützt die Kolleginnen und Kollegen – und sei es, dass ihr in euren Umfeldern den Streikenden argumentativ den Rücken stärkt!
👉»Wo sind die Milliarden?« – unter diesem Aktionstitel schlägt die DKP bundesweit vor, aktiv zu werden und vor Ort zu zeigen, dass das Geld, das in die »Kriegstüchtigkeit« des deutschen Imperialismus gepumpt wird, in der Infrastruktur und im sozialen Bereich bitter nötig ist. Auch in Leipzig wird eine solche Aktion stattfinden. Geplant ist dafür der 21. Februar 2026. Über Näheres werdet Ihr rechtzeitig informiert!
Hören & Sehen
👉Zum Auftakt des Luxemburg-Liebknecht-Lenin-Wochenendes Mitte Januar in Berlin diskutierte die DKP mit Botschaftsvertretern des sozialistischen Kubas, der Sozialistischen Republik Vietnams und der Volksrepublik China. Das Podiumsgespräch wurde für all jene aufgezeichnet, die durch den Bahn-Kollaps oder aus anderen Gründen nicht vor Ort sein konnten.
Lesen
👉Vergangenes Jahr erschien im Hamburger VSA-Verlag das von Gewerkschafterin und PdL-Vorstandsmitglied Ulrike Eifler herausgegebene Buch »Gewerkschaften in der Zeitenwende. Was tun gegen Umverteilung nach oben, massive Angriffe auf den Sozialstaat, die Militarisierung des Alltags und den Rüstungswahnsinn?«. Unter den sehr lesenswerten Beiträgen sind auch Referate der dritten Gewerkschaftskonferenz für den Frieden, die vergangenes Jahr in Salzgitter abgehalten wurde. Der Band ist u. a. im UZ-Shop bestellbar, und allen ans Herz gelegt, die sich um die Zusammenführung von Arbeiter- und Friedensbewegung bemühen.












