
»Frag’ mich, was ein Leben wert ist / Die sitzen in Palästen und dann reden sie von Wehrpflicht / Nichts ist hier sicher, aber ein paar Dinge stehen fest: / Würden nie sterben für ein Land, das uns so leben lässt« (Disarstar: »Meine Söhne geb’ ich nicht«). 35 Jahre Armut, Aufrüstung und Krieg liegen hinter uns. Es werden nicht die letzten sein. Der deutsche Militarismus macht mobil – an der Leipziger Baustellenlandschaft lässt sich allüberall aufzeigen, dass das »Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität« nichts anderes ist als ein 500 Milliarden Euro schweres Paket Kriegskredite. Gegen die Mobilmachung regt sich Widerstand: Am bundesweiten Schulstreik beteiligten sich 55.000 junge Menschen. Auch in Leipzig machten Tausende Schülerinnen und Schüler klar, dass ihre Zukunft nicht im Schützengraben liegt. Vor dem Streik ist nach dem Streik: Mit dem 5. März hat das Bündnis bereits einen neuen Termin bekanntgegeben. Die selbsterklärte Friedens- und Ostversteherpartei AfD zeigt derweil wieder einmal ihr wahres Gesicht: Der ist die aktuelle Wehrpflicht nur deshalb unlieb, weil sie ihr zu teuer ist. Stattdessen machte deren verteidigungspolitische Sprecher im Bundestag, Rüdiger Lucassen, klar, dass man doch der »Schicksalsgemeinschaft« am besten aus reiner Überzeugung diene. Im Klartext heißt das: Soll der ostdeutsche Jugendliche auf NATO-Befehl und im Interesse des deutschen Imperialismus nicht dafür an der Ostfront verrecken, weil er sonst keinen Job kriegt, um die Miete zu zahlen, sondern aus Vaterlandsliebe. Danke, nein! Denn während die Alternative fürs Kapital verschleiert, dass wir in einer Klassengesellschaft leben, stellen wir uns auf die Seite der Lohnabhängigen, gleich welcher Herkunft. Welches Interesse man wirklich vertritt, sieht man aktuell an der Tarifrunde der Länder. Die marktradikale AfD stellt sich auf Seiten von Staat und Kapital. Unsere Solidarität hingegen ist den Beschäftigten gewiss.
Aktionen
👉Auch 2026 findet am zweiten Januarwochenende in Berlin das Luxemburg-Liebknecht-Lenin-Wochenende in Berlin statt. Am Sonnabend (10. Januar) richtet die Tageszeitung »junge Welt« die 31. internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz aus. Im Anschluss findet der Jahresauftakt der DKP statt. Tags drauf wird die Liebknecht-Luxemburg-Demo unter dem Motto »Nie wieder kriegstüchtig! Stehen wir auf für Frieden« zum Friedhof der Sozialisten ziehen. Auch wir nehmen teil. Meldet euch, wenn ihr aus Leipzig und Umgebung mitfahren wollt!
👉Dem Parteivorstand und mehreren Gliederungen der DKP wurden zum Jahresende Konten bei der GLS ohne triftigen Grund gekündigt. Wahrscheinlich ist: Der Bank war es zu viel der Kuba-Solidarität. Wir lassen uns nicht davon abbringen. Spenden – für das sozialistische Kuba, aber auch für die politische Arbeit hierzulande – sind weiterhin gern gesehen. Die neuen Kontodaten des Parteivorstands findet sich hier.
Hören & Sehen
👉Wie schon im vorangegangenen Rundbrief möchten wir auf ein Referat unseres Genossen Herbert Münchow hinweisen, das er im Rahmen des »Studiengangs Kommunismus« gehalten hat. Er beleuchtet darin die Entstehungsgeschichte und den historischen Kontext des »Manifests der kommunistischen Partei«. Seinen Vortrag findet man unter diesem Link.
Lesen
👉Die DKP hat eine neue Bildungszeitung herausgebracht: »Der MIlitarismus der BRD und der Kampf um den Frieden«. Auch in Leipzig wird die Zeitung gelesen und diskutiert. Wenn ihr euch beteiligen wollt: Meldet euch bei uns!












