Leipziger Arbeiterbewegung

Georg Schwarz
27. März 1896 - 12. Januar 1945

Er wurde geboren am 27. März 1896 in Zwenkau, unweit von Leipzig. Georg Schwarz absolvierte zunächst eine Lehre als Bäcker. In dieser Zeit hatte er erste Kontakte zu klassenbewussten Arbeitern und beschäf­tigte sich mit marxistischer Literatur.
Während des Ersten Weltkrieges war er an der Front. Als aufrechter Gegner des Krieges des Imperialismus wurde er in den Arbeiter- und Soldatenrat gewählt. Nach dem Ende des Krieges engagierte er sich politisch und trat im Jahr 1918 in die SPD, im Jahre trat er 1918 in die SPD ein, im Jahre 1919 trat er der USPD bei und wurde schließlich 1920 Mitglied der KPD.
Nach längerer Zeit der Arbeitslosigkeit fand Georg Schwarz als Me­tall­arbeiter in der Firma "Schumann&Co" in Leipzig-Leutzsch Beschäf­tigung. Durch sein konsequentes Handeln im Sinne der Belegschaft wurde er zum Be­triebsrat gewählt. Aufgrund seines Engagements im Klassenkampf sowie wegen der Vorbereitung und Durchführung eines Streikes wurde er daraufhin entlassen.
1921 fand Georg Schwarz in der Firma "Eisengießerei Max Jahn" in Leipzig-Leutzsch Arbeit. Er war hier als Zellenleiter der Partei tätig und führte in der Gewerkschaft den Kampf um die Einheitsfront der Arbeiter an. Er besuchte die Leninschule in Berlin.
Er wurde 1929 als Abgeordneter in den Sächsischen Landtag gewählt. Er leitete als Sekretär die politische Arbeit im Unterbezirk Leipzig-Flöha-Zwenkau bis zum Verbot der KPD.
Georg Schwarz wurde in der Nacht vom 1. zum 2. März 1933 verhaftet und blieb bis 1934 in den Konzentrationslagern Hohnstein und Sachsenburg inhaftiert und gefoltert.
Nach seiner Entlassung aus dem KZ engagierte sich Georg Schwarz wieder politisch in der antifaschistischen Kampffront. Während des Zweiten Weltkrieges organisierte er zusammen mit Georg Schuhmann und anderen die illegale Arbeit in Leipzig.
Im Juli 1944 verhaftetet die Gestapo Georg Schwarz sowie viele seiner Kampfgenossen und verurteilte sie zum Tode wegen Bildung "Antifaschistischer Widerstandsgruppen".
Georg Schwarz wurde am 12. Januar 1945 in Dresden auf dem Schafott hingerichtet. Seine letzten Worte waren:

"Arbeiter, vergesst uns nie!
Führt unseren Kampf weiter!"

Die Hinrichtungsstätte im alten Dresdner Landgericht

Mahnmal auf dem Leipziger Südfriedhof